Synchronisation von Kalender und Adressbuch in Thunderbird

Juli 25, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn meine Kollegen mitbekommen, daß meine Notebooks, der Rechner und das Smartphone die Adressen und Kalender synchronisieren, sind sie überrascht und begeistert, weil das so viel Organisatorischen HickHack spart. Das stimmt! Dabei ist das ziemlich einfach, wenn man bereit ist, auf einem Server seine Daten zu halten. Ich habe ein Postfach von Posteo und bin damit sehr zufrieden. Zum Service gehört ein Kalender und ein Adressbuch, welches ich für die Synchronisation nutze. Außerdem kann man es verschlüsseln. Aber auch andere Anbieter bieten diese Funktionen an. Aus Gründen des Datenschutzes, sollte man jedoch nicht etwa google dafür nutzen. Ich weiß jedoch, daß auch die Emails der Universitäten diese Dienste nutzen und ich vertraue ihren Servern mehr als anderen Diensten. Vielleicht ist das eine Alternative?

Auf dem PC nutze ich Thunderbird für die Emails, den Kalender und das Adressbuch. Es funktioniert wunderbar!

Kalender

Der Kalender muß für die Synchronisation CalDav können, am Besten Installiert man unter den AddOns Lightning als Kalender.  Wenn man auch Geburtstage aus dem Adressbuch in den Kalender synchronisieren will, nimmt man das Add-On Birthday Reminder dazu. (Wenn man auf die Links klickt, kann man die Add-Ons direkt runterladen und installieren, sonst kann man sie auch über die Add-On Suchleiste direkt im Thunderbird installieren.)

Wenn das geschehen ist, will Thunderbird eventuell, daß man das Programm neustartet. Um den Kalender einzurichten, geht man in die Kalenderansicht. In der Spalte links werden alle verfügbaren Kalender (Privat) angezeigt. Mit Rechtsklick öffnet sich ein Menü, in dem man den Punkt „Neuer Kalender“ auswählt. Im Folgenden Fenster wählt man „Im Netzwerk“, „CalDav“ und die Adresse des Kalenders, die oft in den Einstellungen oder den Hilfe-Seiten des Emailanbieters zu finden sind. Wenn man das bestätigt, muß man sich mit seinen Emaildaten einloggen. Nach einer Synchronisation ist der Kalender voll nutzbar und zeigt alle Daten und Geburtstage an.

Ich nutze den Kalender beruflich viel und muß Termine nur noch auf dem Smartphone eintragen und habe sie so an allen meinen Geräten zur Verfügung.

Adressbuch

Was ich ebenfalls nützlich finde, ist die automatische Synchronisation der Adressbücher. Ich muß einen Kontakt nur ein Mal hinzufügen und habe ihn auf allen Geräten gleich verfügbar. So muß ich selbst bei Datensicherungen keine Angst haben, daß ich Kontakte verlieren könnte.

Auch hier braucht man ein Adressbuch auf einem Server, auf das die Geräte zugreifen können. Dazu braucht man, für Formate des CardDav (beim Emaildienst nachsehen) den SoGoConnector, den man hier herunterladen muß. Mit einem Rechtsklick und „Ziel speichern unter“ die Datei im Downloadordner ablegen. Nun muß man im Thunderbird unter den Add-Ons oben auf das Zahnrädchen klicken und im Menü den Punkt „Add-on aus Datei installieren“ auswählen. Als Datei wählt man die gerade heruntergeladene.

Anschließend geht man in das Adressbuch und wählt unter „Datei“ > „Neu“ den Punkt „Remote Adressbuch“. Erneut wird man nach der Adresse dafür gefragt, die man in den Einstellungen des Emailanbieters findet (zumindest sind bei mir dort die Adressen verzeichnet). Man muß sich auch hier mit seinen Daten anmelden, bevor das Adressbuch synchronisiert wird. Nun hat man darauf zugriff und kann sich einige Arbeit erleichtern und Zeit sparen.

 

Gerade gestern habe ich meinen Computer neu installiert und mußte daher die Adressen etc. neu synchronisieren. Ich dachte, daß es eventuell auch für andere behilflich sein könnte, da man bedenkt, daß viele das Problem der vielen Adressbücher haben. 🙂 Mir macht es die Arbeit auf jeden Fall etwas leichter.

Falls Ihr Fragen habt, stehe ich gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße!

Der kleine Sexismus im Alltag 2

Juli 21, 2017 § 2 Kommentare

Beim Abendessen wurde meinem Verlobten doch wirklich gesagt, daß die zwei „Männer“ am Besten alleine die politische Diskussion weiterführen sollten, weil die Frauen ja hysterisch sind und keine Ahnung haben, wovon sie reden. Die Frauen hatten dabei in der Runde die höheren Abschlüsse und waren einfach nur anderer Meinung.

Hysterie und Frausein scheint heutzutage synonym verwendet zu werden. Welch eine Welt!

Der große Wunsch nach Leichtigkeit im Leben

Juli 19, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Den Wunsch, daß das Leben leichter, bunter, schöner wäre, hege ich auch. Ich mag den Gedanken, daß es doch ganz einfach laufen kann, wenn man nur etwas Mut hat und Schönes macht. Irgendjemand wird es mögen. Man kann so bestimmt sein Leben bestreiten. Man schreibt über Erfolgsgeschichten, weil alles andere sich nicht zu schreiben lohnt, um Mut zu machen und zu inspirieren. Wenn der Gedanke auch noch so schön sein mag: Erfolg haben mit schönen Dingen kann jeder, aber nicht alle.

Ich liebe schönes Papier zum Schreiben, zum Basteln, für Handwerkszeug. Ich liebe es Briefe zu verschicken und Postkarten und ich liebe es, sie selbst herzustellen. Ich male und manche finden es sogar hübsch und das macht mich glücklich, weil ich mir vorstelle, die Welt um mich herum etwas netter und bunter zu gestalten. (Ich meine, wer freut sich nicht über einen Brief oder eine Postkarte?)

Weil ich schöne Illustrationen und Papier mag, kaufe ich mir manchmal die Zeitschrift flow. Ich vermute, ich bin zumindest teilweise Zielpublikum. Frauen, halbwegs klug, mit einem Hang zum Schönen und einer Liebe zum Papier (die Illustrationen sind auch wahnsinnig schön und ansprechend). Leider fürchte ich, daß ich zu kritisch bin und das macht mir diese Schön-Rede-Welt kaputt. Die Artikel sind für mich furchtbar. Es ist immer der gleiche Quark. Man muß sich trauen, dann hat man Erfolg mit seinen Vasen, Schmuck, Bildern, Musik. Was ist eigentlich mit all den Arbeiten, die weniger ästhetisch sind und dennoch erledigt werden müssen, haben diese Menschen keinen Anspruch auf Schönheit im Leben? Sind das nicht auch großartige Erfolgsgeschichten? Die werden, meiner Meinung nach, zu wenig geschätzt. In der letzten Ausgabe (flow Nr 26) gab es einen Artikel über „Mutige Frauen in Afghanistan“ (S. 46-50), in dem es um Frauenrechtlerinnen aus Afghanistan geht, die etwas im Land zu bewirken versuchen. Großartig! Wichtig! Ich habe so gerne über diese Frauen gelesen, weil ich glaube, daß es wichtig ist, die Welt zum besseren zu verändern. (Oder es zumindest zu versuchen.) Eine der Frauen, um die es geht, muß aus Angst vor einem Übergriff wegen Morddrohungen täglich einen anderen Weg zur Arbeit nehmen, um dennoch ihren Radiosender betreiben zu können. Eine andere lebt für Musik und eine dritte für das Radfahren, was ihnen von der männlich dominierten Gesellschaft nicht gestattet ist. Es ist der kleine und große Kampf für Freiheiten, die diese Frauen führen.

Wie gesagt, genoß ich das Lesen über diese Schicksale sehr. Leider machte die Autorin, Nahid Shahalimi, gerade mit dem letzten Absatz ihres Artikels alles zunichte. Sie schrieb, daß die Schicksale dieser Frauen zeigen, daß „man […] nur ein gutes Herz, Leidenschaft und Mut [braucht], um etwas zu bewegen – nicht nur in Afghanistan, sondern überall auf der Welt. Und all das gibt es umsonst, es steckt schon in us.“ Vielleicht bin ich zu kritisch, aber ich stolperte nicht nur über diesen Satz, er schien mich regelrecht im Anlauf ins Gesicht zu boxen. Zum einen glaube ich, daß in jedem Krisengebiet mehr notwendig ist als ein gutes Herz, Leidenschaft und Mut, um etwas zu bewegen. Man muß auch Verbindungen haben, etwas Glück und mindestens einen Menschen, der einen unterstützt. Sonst steht man schnell auf verlorenem Posten. Das zweite, was mir mißfällt ist, daß man das als „leicht“ empfindet. Es klingt wie ein Vorwurf an alle die Frauen, die das nicht können oder tun. „Man braucht doch nur etwas Mut und ein gutes Herz“. Was soll das also, ihr schlechten, leidenschaftslosen Feiglinge? Wärt ihr nicht, wäre die Welt besser! So einfach ist das sicher nicht. Es ist die Erste Welt Mentalität, die anderen aufgedrängt wird und die nicht einmal hier funktioniert! Nur dieser Satz klingt für mich wie eine wahnsinnige Beleidigung aller Menschen, die ihr Leben dem Guten widmen, die dafür kämpfen, daß die Welt besser wird. Warum nicht Anerkennen, daß es eine Leistung ist, für seine Leidenschaften zu kämpfen? Warum muß man sagen, daß alle das können sollten, daß man doch gar nicht so viel dafür braucht?

Es kann eben jeder Erfolg haben, aber nicht alle. Nicht jedem fällt der Erfolg zu, für manche Errungenschaften, Rechte und Freiheiten muß man eben kämpfen. Das ist nicht leicht, egal wie sehr man wünscht, daß es leicht wäre.

Ein paar Gedanken am Nachmittag…

Liebe Grüße

Überschallflugzeug über dem Main Kinzig Kreis

Juli 14, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Vor gerade 15 Minuten, um 18:55 am 14.07.2017, knallte es am Himmel. Einmal. Zweimal. Wieder flog ein (?) Überschallflugzeug über die Wohngebiete des Main Kinzig Kreises und die Häuser wackelten. Die ratlosen Bewohner sammelten sich auf den Straßen und guckten verwirrt in den Himmel. Ist nun Krieg? So fühlt es sich zweifelsohne an hier. Es kann einfach nicht sein, daß man Überschallflugzeuge über Wohngebiete fliegen läßt. Schon wieder. Man hat als Bewohner dieses Landes wohl nicht mehr viel zu erwarten, wenn es so weiter geht.

Ich bin entrüstet, enttäuscht und leider vor Ort.

Das Niemandsland der Deutschen Post: Nürnberg

Juli 14, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich weiß nicht, warum. Aber Nürnberg ist ein schwarzes Loch, in dem Päckchen, Briefe und Postkarten verschwanden – und zwar ziemlich genau die Hälfte davon. Da hatte wohl jemand lange Finger… Päckchen kamen nur an, wenn sie versichert waren. Die erste Zeit mit Dem Mann und der Entfernung war daher besonders schlimm. Kleine Überraschungen per Post waren nicht möglich, weil es eben einfach nie ankam.

Wenn man die Mitarbeiter der Post darauf ansprach, hieß es, daß sie bei unversicherten Päckchen nicht dafür haften. Ja, dann dürfen sie diese Dienstleistung gar nicht anbieten. Zumindest für die Zustellung müssen sie haften, immerhin ist es ganau das, wofür man bezahlt.

Ich bin auf jeden Fall enttäuscht und so gerne ich Briefe und Postkarten versende, es bleibt immer ein bitterer Nachgeschmack. Weil man sich auf die Post eben nicht verlassen kann.

Wie mir ein Jahr abhanden kam…

Juli 13, 2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Vor einem Jahr, naja, bald vor einem Jahr, hatte ich einen schweren Autounfall. Leider war Der Mann und der Hund mit im Auto und wir alle wurden verletzt. Wie es dazu kam… eine Dame war so unaufmerksam und nahm mir so knapp die Vorfahrt, daß eine Reaktion nicht nur nicht mehr möglich war, sondern auch nichts mehr gebracht hätte. Es war quasi ein Frontalzusammenstoß. Die Frau, die uns entgegen kam, wollte nämlich links abbiegen. Und wer fährt da gerade auf der Fahrbahn? Dummerweise wir.

Wir waren kurz ohnmächtig. Dante ist aus Panik entwischt. Das Auto war Schrott.

Dank der Umstehenden Leute wurde die Polizei und ein Krankenwagen schnell gerufen. Wir hatten keine schweren Verletzungen, die andere Dame hoffentlich auch. Sie sprach kein Wort mit uns, weder vor Ort, noch später. Die Kommunikation erfolgte über die Polizei und den Anwalt – mit der Versicherung (nicht mit ihr selbst). Ein wenig hätte ich mir gewünscht, daß sie zumindest mal fragt, wie es uns geht. Wir fragten sie noch am Unfallort und erhielten ein Nicken. (Sie sprach aber mit anderen.) Nachdem die Polizei den Bericht aufnahm und die Sache „eindeutig“ war, ich unterschrieben habe, daß das Auto abgeschleppt werden soll und sie versicherten nach dem Hund zu gucken, durften wir mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus. Da durch die Gurte unsere Tshirts zerrissen waren und wir davon auch Schürfwunden und seltsame Platzwunden und Verbrennungen (AirBag) hatten, wirkten wir wohl nicht gut auf Mitmenschen. Nunja, nachdem wir entlassen wurden – keine schweren Verletzungen, wunderten wir uns schon. Ja, wir wir uns erst am Abend wunderten! Bis dahin konnten wir uns nicht bewegen. Nunja, nach dem Krankenhausaufenthalt sind wir nochmal zum Unfallort gefahren und haben nach dem Hund gesucht. Sind die Straße auf und ab gelaufen, in den Wald gerufen. Die Polizisten, die den Unfallbericht aufnahmen, sahen uns und hielten an. Das ist die netteste Begegnung mit Polizisten, die ich je hatte! Sie übergaben uns die Informationen der anderen Fahrerin, die wir bis dahin nicht hatten und sagten, daß sie selbst die Strecke bereits 3-4 Mal abgefahren sind, um nach dem Hund zu sehen. Ach, der gute Hund! Wir hatten ihn da gerade zwei Monate! Wir fanden ihn nicht und die Polizisten versicherten uns, daß sie sich so schnell wie möglich melden, wenn sie ihn finden.

Wir fuhren nach Hause und zogen uns Shirts an, die nicht eingerissen sind und legten uns gerade hin. Ich hatte nie gedacht, daß Umziehen und Hinlegen so viel Schmerzen bereiten kann! Nunja, kaum hingelegt, rief uns die Polizei an. Dante hatte sich in einem Lagerhaus mehrere Kilometer vom Unfallort verschanzt und sie bekommen ihn nicht raus. Aufstehen sollte noch schmerzhafter sein als Hinlegen, wir taten es dennoch und ließen uns hinfahren. Ein Auto fehlte uns da ja bereits. Eine Viertelstunde mußten wir auf den Hund gut zureden, damit er sich hinaus traute. Wir legten ihn ruhig an die Leine und er humpelte mit uns zum Auto. Danke liebe Polizei! Er hatte wohl einen Großeinsatz ausgelöst. Nochmals Danke! Nur dank des Einsatzes der Hundefreunde der Polizei ging es so schnell. (Wir schickten ihnen im Nachhinein eine Dankeskarte.) Mit dem Hund sind wir erst einmal zum Tierarzt, den wir bereits über den Notfall informierten. Innere Verletzungen etc. wollten wir auch beim Tier nicht übersehen wissen.

Er humpelte. Er humpelte noch Wochen später. Noch Wochen später hatten auch wir noch Schmerzen der Prellungen. Es wurde irgendwann geröntgt, eines seiner Hüftgelenke war wohl ausgekugelt und bereits verformt. Der Unfall war nicht die Ursache, hatte jedoch zur Verschlimmerung beigetragen. Er hatte eine Femurkopfresektion, wobei ihm ein Teil des Oberschenkelknochens (der Gelenkkopf) entfernt wurde. Er überstand es relativ gut.

Ich muß sagen, daß für mich der Unfall unglaublich belastend war. Nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Ich war anfälliger für Krankheiten, mehr als je zuvor. Es war verrückt.  Jetzt ein Jahr später, erholt sich auch langsam mein Geist. Autofahren ist mir aber ein Graus. Es wurde mir schmerzlich klar, daß es egal sein kann, wie aufmerksam und vorsichtig ich bin. Wenn andere es nicht sind, bin ich dennoch im Zweifelsfalle tot.

Wo bin ich?

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