Elizabeth Kostova: The Historian

Dezember 30, 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein schöner Schmöcker, den ich bereits vor einigen Wochen beendet habe, ist The Historian von Elizabeth Kostova. Empfohlen wurde es mir durch eine – inzwischen – Brieffreundin, die ich im Eingangsbereich des Krakauer Schlosses fand und mit der ich anschließend einige Tage in Krakau verbrachte.

Diese hatte mir an einem schönen Abend etwa 800 Seiten dicke Bändchen empfohlen. Es las sich schneller als gedacht, wenn ich nicht zwischendurch für mehrere Monate verreist wäre, ohne es mitzunehmen.

Die Sprache war sehr angenehm (Ich las es im englischen Original und kann zur Übersetzung nichts sagen.), die Geschichte überzeugend, die Charaktere konsistent (und das sollte schon viel bedeuten). Witzig fand ich die Einflechtungen von „historischen Dokumenten“ in den Roman. Die Autorin selbst studierte Geschichte und beschrieb im Roman die Arbeit der Historiker so liebevoll, daß ich mich – vor allem mit den frustrierenden Archivaufenthalten zu Beginn – sehr identifizieren konnte. Je fortschreitender die Seitenzahlen, desto weniger frustrierender wurde die Suche für den Protagonisten. Damit wurde es auch zunehmend unrealistisch für mich als Leser, es blieb jedoch spannend genug. Die letzten Seiten las ich noch bis tief in die Morgenstunden im Bett, weil ich das Buch nicht zur Seite legen konnte.

Ich muß zugeben, daß dies für mich eine der angenehmsten Lektüren gewesen ist, was Romane „um 2000“ anbelangt. Daher muß ich meiner Bekannten für die Empfehlung danken.

Literaturangabe:

Elizabeth Kostova: The Historian, New York 2005.

Advertisements

C. S. Lewis: Dienstanweisung für einen Unterteufel

Dezember 30, 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Diese kleine Lektüre, die mir schnell zwischen zwei Bücher rutschte, war eine Empfehlung eines Philosophieprofessors. Ich erkannte beim Lesen auch die Stellen, weswegen es die Empfehlung gewesen war und dies machte die Lektüre für mich um einiges wertvoller, als sie es ohne dieses Wissen vielleicht gewesen wäre.

Die deutsche Fassung, die ich mir zulegte, liest sich für mich eher unangenehm. Die Sprache ist nicht die meine und der Teufel nicht teuflisch genug. Aus der Story und den Personen hätte man einfach mehr machen können. Unterhaltsam waren die Auseinandersetzungen mit theologischen Schulen, die immer wieder mal eingeflochten werden.

Insgesamt war mir die Lektüre zu christlich – das ist natürlich zu erwarten, wenn man den Autor kennt. Zu Bekehrungen wird diese allerdings mit Sicherheit nicht führen.

 

Literaturangabe:

C.S. Lewis: Dienstanweisung für einen Unterteufel, Freiburg 2015.

Wo bin ich?

Du siehst dir momentan die Archive für Dezember, 2015 auf Gemecker und andere kleine Alltagsfreuden an.