Ich – „Grammar Nazi“

März 3, 2015 § 2 Kommentare

Gestern hatte ich eine interessante und verwirrende Begegnung mit Menschen online. Davor schon merkte der Mann an, daß ich ja in ganzen Sätzen spreche und schreibe und dies wohl eher selten anzutreffen ist und den Menschen da draußen offenbar Angst macht.

Gestern nun sah ich in einem Chat, wie jemand einer Dame wohl ein Kompliment zu machen versuchte und die Dame schien sehr angetan. Das Kompliment klangt etwa wie: „Du bist schöner wie alle anderen hier.“ Das Lesen bereitete mir jedoch solches Unbehagen, daß ich schlicht kommentierte, daß es „schöner als“ heiße. Was dies zur Folge haben sollte, war für mich nicht nur nicht absehbar, sondern auch vollkommen nicht nachvollziehbar. Der Mensch korrigierte sich und schrieb der Dame, daß sie schöner sei als ich. Daraufhin mischten sich andere ein, warum ich denn nun „alle so anmache“ etc. Bis dahin war das mein einziger Kommentar zur Diskussion. Am Ende ließ ich es mir nicht nehmen, zu bemerken, daß es doch auffällig ist, daß sich alle von dieser Bemerkung angesprochen und auf die Füße getreten sehen. Für mich bedeutet es nur, daß sich diese Anwesenden alle nicht der deutschen Sprache mächtig fühlen. Für die Meisten wird dies jedoch die Muttersprache gewesen sein.

Irritierend ist für mich dieser Umstand auch, weil die meisten ja doch irgendeinen Schulabschluß haben und für diesen mußten sie doch auch Deutsch als Fach belegt haben. Diese grundsätzlichen Regeln müßten auch allen bekannt sein. Woran also hängt es?

Abgesehen davon sollte man Charakter und Selbstbewußtsein genug besitzen, um eine solche Korrektur ertragen zu können.

Soviel Gedanken zu den verwirrenden Begegnungen in meinem Leben. Wer zum Aufklären bereit ist, ich freue mich auf Anmerkungen

Liebe Grüße,

Miss A.

Juli Zeh: Corpus Delicti. Ein Prozess.

März 1, 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Ach, nachdem ich „Angriff auf die Freiheit“ gelesen hatte, bekam ich eine große Lust mehr von Juli Zeh zu lesen. Die Wahl fiel dabei auf Corpus Delicti. Ein Prozess.

Ich muß gestehen, daß mir die Sprache hier nicht so gut gefallen hat.Daher überlege ich auch, ob ich nicht etwas von Ilija Trojanow, mit dem sie den Angriff auf die Freiheit geschrieben hat, lesen sollte.

Allerdings mag ich die Story ganz gerne und finde, daß diese durchaus zurecht erzählt wurde. Die Dystopie sprach mich sehr an und wirkte angesichts der aktuellsten Entwicklungen nicht unrealistisch. In der Tat hatte ich vor einigen Jahren schon die Idee zu etwas Ähnlichem und fand das Lesen recht angenehm.

Das Lesen lohnt sich also durchaus.

Mit freundlichen Grüßen,

Miss A.

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